Hüftdysplasie Baby – Ursachen, Diagnose und aktuelle Behandlungsansätze
Die Hüftdysplasie gehört zu den häufigsten Entwicklungsauffälligkeiten des kindlichen Bewegungsapparates. Sie bezeichnet eine Reifestörung oder Fehlanlage des Hüftgelenks, die bereits bei der Geburt besteht.
Da eine unbehandelte Hüftdysplasie im späteren Leben zu Beschwerden, Gangstörungen oder frühzeitigem Gelenkverschleiß führen kann, kommt der frühzeitigen Diagnostik eine große Bedeutung zu. Moderne Untersuchungsmethoden, allen voran der Hüftultraschall im Säuglingsalter, ermöglichen eine sehr genaue Einschätzung des Hüftgelenks und frühe therapeutische Maßnahmen, wenn diese notwendig sind.
Der folgende Artikel gibt eine Einführung und einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild, den Hintergrund und die Entstehungsfaktoren, die klinische Untersuchung, die Bedeutung des Hüftultraschalls sowie die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus werden häufige Fragen aus der Praxis erläutert, die Eltern im Zusammenhang mit einer Hüftdysplasie beschäftigen.
Was ist eine Hüftdysplasie?

Das Hüftgelenk besteht aus der Hüftpfanne des Beckens und dem Hüftkopf des Oberschenkelknochens. Diese beiden Strukturen bilden zusammen ein Kugelgelenk, das beim Neugeborenen jedoch noch nicht vollständig ausgereift ist. Die Hüftpfanne ist in den ersten Lebensmonaten relativ weich, besteht aus Knorpelmaterial und muss sich im Verlauf weiter vertiefen, um dem Hüftkopf ausreichenden Halt zu bieten.
Von einer Hüftdysplasie spricht man, wenn die Hüftpfanne nicht ausreichend tief oder stabil ausgebildet ist. Dadurch liegt der Hüftkopf nicht vollständig in der Pfanne. Diese sogenannte „Reifestörung“ kann unterschiedlich ausgeprägt sein – von leichter Unreife bis zur vollständigen Instabilität oder Luxation, bei der der Hüftkopf aus der Pfanne des Gelenks herausgleitet.
Formen der Hüftdysplasie
- Hüftreifungsverzögerung (unreife Hüfte)
Eine milde Form, die häufig spontan ausheilt. - Hüftdysplasie ohne Instabilität
Die Pfanne ist flach, der Hüftkopf sitzt aber stabil. - Hüftdysplasie mit Instabilität
Der Hüftkopf kann bei bestimmten Bewegungen teilweise verrutschen. - Hüftluxation
Der Hüftkopf befindet sich außerhalb der Pfanne.
Je früher Reifestörungen erkannt werden, desto besser sind die Aussichten auf eine regelrechte Entwicklung des Gelenkes.
Wie häufig kommt eine Hüftdysplasie vor?
Die Häufigkeit variiert je nach Studie, doch insgesamt gehört die Hüftdysplasie zu den häufigsten angeborenen orthopädischen Auffälligkeiten. Je nach Population sind etwa 2–4 Prozent aller Neugeborenen betroffen. Eine instabile oder luxierte Hüfte kommt seltener vor, etwa bei 0,2–0,4 Prozent der Kinder (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie: Hüftdysplasie – Teil Säulinge.1. Aufl./2.0).
Ein Großteil der milden Reifestörungen behebt sich im Verlauf der frühen Säuglingszeit von selbst. Dennoch ist die frühzeitige Diagnose wichtig, da sie ermöglicht, diejenigen Kinder zu identifizieren, die eine Behandlung benötigen.

Ursachen und Risikofaktoren für Hüftdysplasien
Die Entstehung einer Hüftdysplasie ist multifaktoriell. Genetische Faktoren spielen ebenso eine Rolle wie mechanische Einflüsse vor und nach der Geburt.
Symptome: Woran können Eltern eine Hüftdysplasie erkennen?
In den meisten Fällen verursacht eine Hüftdysplasie beim Säugling keine Schmerzen. Viele betroffene Babies zeigen keinerlei Beschwerden. Daher ist die Erkrankung rein anhand äußerer Beobachtung kaum sicher zu identifizieren. Trotzdem können bestimmte Hinweise auftreten:
- Asymmetrische Hautfalten an den Oberschenkeln
- Eingeschränkte Spreizfähigkeit der Beine
- Einseitiges Hochziehen eines Beines beim Strampeln
- Knack- oder Schnappgeräusche beim Bewegen der Beine
- Unterschiedliche Beinlängen (eher bei stärkeren Ausprägungen)
Diese Hinweise sind jedoch nicht eindeutig und kommen auch bei gesunden Hüften vor. Deshalb ersetzt die klinische Beobachtung keinesfalls die Untersuchung durch Fachpersonal und den Hüftultraschall im Säuglingsalter.

Die klinische Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung beurteilt die Ärztin oder der Arzt unter anderem:
- die Beweglichkeit der Hüften,
- die Spreizfähigkeit der Beine,
- die Stabilität des Gelenks,
- eventuelle Auffälligkeiten im Muskeltonus.
Spezielle Tests wie der Ortolani- und Barlow-Test dienen dazu, eine unvollständige Hüftverrenkung (Hüftsubluxation) und eine mögliche Instabilität des Gelenkes festzustellen. Diese Tests müssen behutsam und mit großer Erfahrung durchgeführt werden.
Die klinische Untersuchung ist wichtig, wird jedoch immer mit bildgebender Diagnostik der Hüftsonographie ergänzt.
Der Hüftultraschall im Säuglingsalter
Der Ultraschall nach Graf ist die zentrale diagnostische Methode zur Beurteilung der Hüftentwicklung. Er ist schmerzfrei, ungefährlich und kann bereits direkt nach der Geburt durchgeführt werden. Studien zeigen, dass Ultraschall-Screening (nach Graf) im Vergleich zu rein klinischer Untersuchung deutlich weniger spät entdeckte Hüftdysplasien, Hüfterkrankungen und Luxationen ergibt (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie: Hüftdysplasie – Teil Säulinge.1. Aufl./2.0).

Warum Ultraschall so zuverlässig ist
- Er zeigt die Hüfte in Echtzeit.
- Er erlaubt die genaue Messung des Reifegrades der Pfanne.
- Er unterscheidet zwischen unreifer, dysplastischer und instabiler Hüfte.
- Er ermöglicht eine klare Therapieentscheidung.
Empfohlener Zeitpunkt
In Deutschland gehört der Hüftultraschall zur U3-Vorsorgeuntersuchung. Diese U-Untersuchung findet in der Regel zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche statt. Bei Risikokindern (z. B. Beckenendlage) muss der Ultraschall des Hüftgelenks bei der U2 durchgeführt werden.
Was zeigt der Ultraschall?
Im Ultraschall wird die Hüftpfanne anhand bestimmter Winkel vermessen und entsprechend dem Graf-System klassifiziert:
| Graf-Typ | Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Typ Ia / Ib | Reife, normale Hüfte |
Normale Entwicklung der Gelenkpfanne ohne Therapiebedarf |
| Typ IIa | Hüftdysplasie |
Altersentsprechend oft normal; Verlaufskontrolle notwendig,Therapie |
| Typ IIb–IIc | Hüftreifeverzögerung |
Verzögerte Pfannenreifung, immer behandlungsbedürftig |
| Typ D, III, IV | Instabile oder luxierte Hüfte |
Deutliche Instabilität oder Hüftgelenksluxation; klare Therapieindikation |
Diese Einteilung ist ein international etabliertes Standardverfahren und ermöglicht eine klare, reproduzierbare Beurteilung der Hüfte in den ersten Lebenstagen des Säuglings, da sie auch noch Wochen und Monate später angewandt werden kann.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie richtet sich nach nach der Art und dem Schweregrad der Dysplasie. Grundsätzlich gilt: Je früher das betroffene Hüftgelenk behandelt wird, desto kürzer ist der Verlauf.
Behandlung der unreifen Hüfte
Bei milden Reifestörungen genügt häufig:
- Beobachtung und Verlaufskontrollen in regelmäßigen Abständen
- Unterstützung durch geeignete Lagerung und Tragepositionen
- Vermeidung ungünstiger Bein-Streckpositionen
Viele unreife Hüften heilen innerhalb weniger Wochen von selbst. Eine ärztliche Abklärung ist dennoch wichtig, um eine gesunde Entwicklung sicherzustellen.
Behandlung der Dysplasien
Bei stärkeren Reifestörungen oder Instabilitäten im Hüftgelenk sind Hilfsmittel notwendig, die den Hüftkopf dauerhaft in einer optimalen Stellung zentrieren.
Pavlik-Bandage
Ein weiches Gurtsystem, das die Spreiz-Hock-Position unterstützt und bei instabilen bzw. luxierten Hüften verwendet wird.
Tübinger Schiene
Eine Schiene, die die Beine des Kindes sanft in der optimalen Position hält. Klassischer Weise wird diese bei stabilen Hüftdysplasien verwendet.
Beide Methoden zielen darauf ab, die natürliche Reifung der Pfanne zu fördern, indem der Hüftkopf stabil in der Gelenkpfanne sitzt.


Kontrollen während der Behandlung
Regelmäßige Ultraschallkontrollen begleiten die Therapie. Sie zeigen, ob sich die Hüfte wie erwartet entwickelt und ob Anpassungen notwendig sind.
Behandlung der Hüftluxation
Bei einer luxierten Hüfte können folgende Schritte notwendig sein:
- Reposition (Einrenkung des Hüftgelenks) Diese kann geschlossen (ohne OP) oder machmal auch mit einer offenen Einstellung (mit OP) notwendig sein
- Fixierung durch eine Bandage oder Becken-Bein-Gips
- Intensive Verlaufskontrollen
Diese Fälle sind selten, erfordern jedoch eine frühzeitige, klare Therapieentscheidung.
Prognose
Die Aussicht auf vollständige Heilung ist sehr gut, wenn die Hüftdysplasie früh diagnostiziert und richtig behandelt wird. In den meisten Fällen entwickeln sich die Hüften stabil und normal.
Wird eine Dysplasie jedoch nicht erkannt oder erst spät behandelt, kann es im späteren Leben zu Beschwerden kommen, darunter:
- Gangbildstörungen
- Bewegungseinschränkungen
- Schmerzen im Jugend- oder Erwachsenenalter
- Frühzeitige Arthrose
Da die Hüfte in den ersten 12 Lebenswochen am schnellsten nachreift ist die Früherkennung, bei Säuglingen besonders wichtig.

Was Eltern zur Unterstützung beitragen können
Auch im Alltag können Eltern die Hüftentwicklung positiv beeinflussen:

Empfohlen
- Tragen in Sitz-Hock-Position (ergonomische Tragehilfen)
- Viel Bewegungsfreiheit für das Baby
- Freies Strampeln ohne enge Wickelmethoden
- Achtsame Lagerung beim Wickeln und Füttern
Zu vermeiden
- Lange Fixierung in Streckposition
- Tragehilfen, die die Beine nach unten hängen lassen
- Enge Schlafsäcke, die die Beinhaltung einschränken oder Pucken
Diese Maßnahmen ersetzen keine medizinische Behandlung, können diese aber sinnvoll unterstützen.
FAQ zur Hüftdysplasie – Fachinformationen von PD Dr. Sandra Breyer aus Hamburg
Die Behandlung hängt vom Schweregrad der Hüftreifestörung ab. Leichte Formen benötigen oft regelmäßige Ultraschallkontrollen, da sie sich in den ersten Lebenswochen von selbst ausreifen können. Dysplasien werden in eine stabile Spreiz-Hock-Position gebracht, häufig mithilfe einer Bandage oder Schiene, bei instabilen Formen Gips, wie Fettweis Gips oder Becken-Bein-Gips. Diese Position ermöglicht es, dass der Gelenkkopf gleichmäßig auf die Hüftgelenkspfanne einwirkt und deren Reifung anregt. Eine engmaschige Kontrolle durch kinderorthopädisches Fachpersonal ist wichtig, um die Entwicklung der Hüfte bei Babies und Kleinkindern sicher zu beurteilen.
Eine Spreizhose oder Schiene ist notwendig, wenn der Ultraschall eine behandlungsbedürftige Hüftgelenksdysplasie oder Instabilität zeigt. Besonders bei Graf-Typen IIa-IIb, IIc, D, III oder IV wird eine aktive therapeutische Unterstützung nötig. Bei Typ I ist i.d.R keine Behandlung erforderlich. Die Entscheidung basiert immer auf einer Kombination aus Ultraschallbefund, klinischer Untersuchung und dem Alter des Kindes.
Eine Hüftdysplasie ist gut behandelbar, wenn sie früh erkannt wird. Unbehandelt kann sie jedoch zu nachhaltigen Problemen führen, darunter Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Gangauffälligkeiten, wie Hinken, und in der Folge ein erhöhtes Risiko für eine frühzeitige Hüftarthrose im Erwachsenenalter. Die meisten Kinder entwickeln bei rechtzeitiger Therapie aber eine vollständig normale Hüftfunktion.
Viele Kleinkinder laufen zunächst unauffällig, wenn die Dysplasie mild ist oder frühzeitig behandelt wurde. Bei unbehandelten oder ausgeprägten Formen können folgende Hinweise auftreten:
- watschelnder Gang
- verkürzte Schrittlänge
- Einwärtsdrehen oder Auswärtsdrehen eines Beins
- einseitiges Hinken (bei einseitiger Hüftluxation)
Diese Auffälligkeiten entstehen meist erst im Kleinkindalter, wenn die Hüfte bereits stärker fehlbelastet wird.
Eine Operation wird nur dann erforderlich, wenn die konservative Behandlung nicht ausreicht oder wenn die Dysplasie erst spät entdeckt wird. Typische Gründe für einen operativen Eingriff:
- ausbleibende Reifung der Hüftgelenkspfanne trotz Schienen- oder Bandagentherapie
- fortbestehende Dysplasie nach dem 12.–18. Lebensmonat
- verschobener oder luxierter Hüftkopf, der nicht stabil gehalten werden kann
- strukturelle Fehlstellungen des Beckens oder des Oberschenkelknochens
Operative Eingriffe erfolgen alters- und befundabhängig und reichen von Korrekturosteotomien bis zu Repositionsoperationen des Gelenkes.
Ja. Die meisten Kinder können – insbesondere nach frühzeitiger Behandlung – völlig normal laufen. Schwierigkeiten entstehen vor allem dann, wenn die Dysplasie nicht erkannt oder das Hüftgelenk erst spät behandelt wird. Je früher der Therapiebeginn, desto besser die Chancen auf eine ungestörte motorische Entwicklung.
Typische Hinweise, die jedoch nicht immer eindeutig sind, umfassen:
- eingeschränkte Spreizbarkeit der Beine
- auffällige oder asymmetrische Hautfalten an Oberschenkeln oder Gesäß
- ein „Klicken“ oder „Schnappen“ in der Hüfte bei bestimmten Bewegungen
- unterschiedliche Beinlängen (bei ausgeprägten Befunden)
- reduzierte Bewegungsfreude eines Beines
Da viele Säuglinge keine sichtbaren Symptome zeigen, ist der Hüftultraschall der wichtigste Schritt zur Diagnose.
Ja. Die allermeisten Hüftdysplasien sind bei frühzeitiger Therapie vollständig ausheilbar. Bei konsequenter Behandlung entwickeln sich die Hüftgelenkspfanne und der Gelenkkopf meist zuverlässig normal. Je später die Diagnose gestellt wird, desto länger und komplexer kann die Therapie und Ausheilung werden. Eine sehr spät erkannte Dysplasie kann im Jugend- oder Erwachsenenalter langfristige Folgeschäden hervorrufen.
Eine unreife Hüfte (Graf Typ IIa+) beschreibt einen physiologischen Reifezustand in den ersten Lebenswochen von Neugeborenen. Die Hüftpfanne ist noch nicht vollständig ausgebildet, entwickelt sich jedoch in den meisten Fällen durch rasche Verknöcherung ohne Therapie weiter. Wichtig sind regelmäßige Verlaufskontrollen, um sicherzustellen, dass die Reifung des Hüftgelenks erwartungsgemäß fortschreitet. Wenn dies nicht der Fall ist, kann eine Behandlung notwendig werden.
Ein zu später Operationszeitpunkt hängt vom Befund und der Entwicklung des kindlichen Skeletts ab. In der Regel sind operative Maßnahmen im Kindesalter bis etwa zum Ende des Wachstums möglich, jedoch verändern sich die Erfolgsaussichten mit zunehmendem Alter. Je früher operiert wird, desto besser lassen sich die anatomischen Strukturen formen und Fehlbildungen korrigieren.
Zu spät ist es in der Regel erst dann, wenn das Skelettwachstum vollständig abgeschlossen ist – dann kann keine strukturelle Korrektur mehr erzielt werden, sondern nur noch symptomatische Behandlung.
Eine Fehlstellung kann sich durch folgende Hinweise bemerkbar machen:
- ungleiche Beinlängen, Beinverkürzung
- asymmetrische Falten am Po oder an den Oberschenkeln
- eingeschränkte Abspreizbarkeit
- watschelnder Gang
- Auswärts- oder Einwärtsstellung eines Beines
Bei Säuglingen ist eine sichere Diagnose jedoch nur durch einen Ultraschall möglich. Ein Ultraschall im Säuglingsalter kann in meiner Praxis für Kinderorthopädie in Hamburg durchgeführt werden.
Asymmetrische Gesäßfalten können auf eine einseitige Hüftgelenksdysplasie hinweisen, sind jedoch nicht hinreichend für eine Diagnose. Sie können auch bei gesunden Babys auftreten. Wichtig ist eine fachkundige Untersuchung, die durch einen Hüftultraschall ergänzt wird. Die Faltenasymmetrie gilt daher eher als Verdachtsmoment, nicht als Diagnosekriterium.
Hüftschmerzen bei Kleinkindern und Jugendlichen können verschiedene Ursachen haben. Wachstum allein verursacht selten Schmerzen in der Hüfte. Mögliche Ursachen für Schmerzen des Gelenkes sind:
- muskuläre Überlastungen
- entzündliche Veränderungen
- mechanische Probleme im Gelenk
- anatomische Besonderheiten oder Fehlbildungen, wie Hüftgelenksdysplasie
- selten: infektiöse Prozesse, Gelenkerkrankungen oder Durchblutungsstörungen (Perthes)
Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte immer eine ärztliche Abklärung des Hüftgelenks, wie zum Beispiel durch einen spezialisierten Orthopäden, erfolgen.
Schmerzen im Hüftgelenk können durch Alltagsbelastungen, muskuläre Ungleichgewichte oder harmlose Wachstumsschmerzen verursacht werden, aber auch durch strukturelle Probleme wie:
- Hüftgelenksdysplasie
- Blockierungen oder Impingement
- Entzündungen im Hüftgelenk, Hüftschnupfen
- Schleimbeutelreizungen
- Infektionen
- Erkrankungen wie Epiphysiolysis capitis femoris (ECF), Epiphysenlösung im Jugendalter und die Durchblutungsstörung Perthes
Eine genaue Diagnostik ist in diesem Bereich entscheidend, um ernste Ursachen auszuschließen.
Der korrekte ICD-10-Code lautet: M93.0 – Epiphysiolysis capitis femoris (ECF).